Aktuelle Ausstellung

11. Juni – 23. Juli 2022
Ausstellungsdauer:
11. Juni – 23. Juli 2022

 

Zur Ausstellung:
Günther Holler-Schuster (Universalmuseum Joanneum) Videoaufzeichnung

Soft Opening: Samstag, 11. Juni 2022 von 10-14 Uhr (der Künstler ist anwesend)
Begrüßung um 11 Uhr durch VzBgm. Helga Sams (Leibnitz KULT)

Es gelten die aktuellen Covid Bestimmungen.

 

Öffnungszeiten: samstags von 10:00 bis 14:00 Uhr (an Feiertagen geschlossen)
und nach telefonischer Vereinbarung: T +43.3452.765 06 oder 0664 17 39 219

Öffnungszeiten:
Samstag 10 bis 14 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung

 

 

Galerie Marenzi
Bahnhofstraße 14
8430 Leibnitz

Tel.: +43 3452 76506
Mobil.: +43 664 1739219

office@galeriemarenzi.at

Manfred Wakolbinger

„Nothing to Hide“

 

Wenn Manfred Wakolbinger in Nächten mit seinen Kameras in 15 -20 m Meerestiefe abtaucht, begegnen ihm seltsame kleinste Meeresbewohner, die die Protagonisten seiner Bilderwelt werden. Diese „Salpen“ genannten durchsichtigen Kleinstlebewesen aus der Familie der, mit den Menschen verwandten Chordatieren, entfalten eine eindrucksvolle Formenvielfalt. Sie leben gewöhnlich in einer unwirtlichen, lichtlosen Tiefe von bis zu 1000 Metern und kommen nur zur Nahrungsaufnahme nächtens in die Planktonzone. Die faszinierenden grossformatigen Farbfotografien und generierten Filme entführen uns in eine ferne unbekannte und interessante Galaxie, in der man ein fein strukturiertes Spiel zwischen Wirklichkeit und Illusion wahrnehmen könnte. Die in Schwarzweiß gehaltenen „Reversales“ begegnen uns wie fragile Zeichnungen unbekannter Wesen, die durch digitale Bearbeitung ausgewählter Farbfotografien entstehen.

Zu sehen sind noch Kupferskulpturen aus den Werkgruppen „Galaxies“, „Circulations“ und „Tongues“. Als verbindende Elemente in den Werken Wakolbingers kann man den Dialog zu Lebendigem, wie Ein- und Ausatmen, Bewegungen, Verhältnisse von Außen und Innen, Wachsendem, Sichtbarem und Unsichtbarem und Pulsierendem erkennen. Mit dieser Behauptung ist die Betrachtung einiger ausgestellter Skulpturen der Werkgruppe „Zungen“ sehr interessant, besonders wenn man Mona Horncastles Bemerkung dazu liest: „Manfred Wakolbingers Kupferzungen entfalten eine erotische Beziehung zu ihren Betonsockeln, verharren lustvoll gewunden oder schmecken die Luft, lecken und saugen das Licht, recken sich erwartungsvoll und betten sich ermattet auf ihren Träger.“ (Klaus-Dieter Hartl)

Manfred Wakolbinger (geb 1952 in Mitterkirchen, OÖ) wendete sich nach seiner Ausbildung in Metallbearbeitung und Werkzeugbau der Kunst zu. Anfangs Schmuckdesign mit Ehefrau Anna Heindl. Besuch von Seminaren bei Bazon Brock an der Universität für Angewandte Kunst. Es folgt ein halbjähriger Aufenthalt in London. Ab 1980 Skulpturen und Fotografien. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa und den USA. Unter anderem 1987 Documenta 8 und 1993 Biennale Venedig.